Fotografie

01. „NaturPur“ in der Kunsthaus-Galerie Schwabmünchen – auf Fototour mit Hans Pfänder

Wer selbst fotografiert und sich dabei gerne in freier Natur bewegt und dann auch noch aufmerksam seine Umgebung beobachtet, der findet reichlich Anregungen in der Ausstellung der Fotos von Hans Pfänder.

Der Fotokünstler hat einen ungetrübten Blick für interessante, filigrane Details und besonders  bei den gelungenen Tiermotiven eine ruhige Hand, was nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, dass sich Tiere meist nicht still am selben Ort aufhalten, also dem Fotografen häufig zu ‚entwischen‘ versuchen. So beispielsweise beim Motiv einer Libelle, die sich geradezu ‚fotogen‘ an einem Halm niedergelassen hat.

Eindrucksvoll sind auch seine Aufnahmen von verschiedenen Blüten, von Blättern in Nahaufnahme, eingefasst mit glitzernden Schneekristallen in leuchtendem winterlichen Licht, reizvoll dem Auge präsentiert mit überzeugend gewählten Ausschnitten, die mit dem Licht spielen, Kontraste und Schattierungen gekonnt in Szene setzen.

Die wortwörtlich sehenswerte Ausstellung läuft noch bis 12.4.2026.

Es gibt auch einen empfehlenswerten Katalog zur Ausstellung, der käuflich erworben werden kann.

Hans Pfänder hat sich freundlicherweise zu einem Kurzinterview bereit erklärt, das zunächst telefonisch geführt und dann sinngemäß mit den wichtigsten Inhalten zusammengefasst wurde.

Wie Hans Pfänder zum Fotografieren kam:

Hans Pfänder hat als junger Mensch einfach mal „herumgeknipst“, aber das hatte, wie er feststellt, mit Fotografieren nichts zu tun. Erst in den 80er Jahren ist er dann einfach mal zu einem Fotoclub in Schwabmünchen gegangen, hat sich eine Kamera gekauft und seinen Spaß daran gehabt. Der eigentliche Start begann mit Lothar Zull und Schwarz-Weiß-Entwicklung. Er ist auch jetzt noch sein Begleiter im ‚Fotokollektiv Schwabmünchen‘.

Was seine Lieblingsmotive sind:

Sie sind „in der Natur draußen“, das passt schon für ihn. Da müssen Licht und Stimmung passen mit dem passenden Objektiv dazu.

Welche Kamera zum Einsatz kommt:

Eine spezielle Kamera kommt nicht zum Einsatz. Es geht eigentlich mit jeder, es sollte möglich sein, dass man manuell Einstellungen machen kann, also nicht unbedingt nur mit Automatik fotografiert.

Was erforderlich ist, um zum Beispiel eindrucksvolle Makroaufnahmen, wie in der Ausstellung zu sehen, hinzubekommen:

Dafür muss man, so Pfänder, eine ruhige Hand haben. Die meisten Aufnahmen kann man nicht mit dem Stativ machen, sondern oft aus der Hand. Dabei muss man die Motive dann trotzdem scharf hinbekommen, der Moment, wo man abdrückt, muss passen und es ist beispielsweise darauf zu achten, dass ein Insekt, das irgendwo draufsitzt, nicht gleich wegfliegt.

Wie weit Hans Pfänder unterwegs ist, um seine Motive zu entdecken:

Die Motive für die Bilder, die in der Ausstellung sind, sagt er, sind wirklich um den Hof herum zu finden. Es gibt so viele Sachen, die nie weit weg sind. Er ist schon ein wenig seinem Hof verhaftet, deshalb stammen die Motive für seine Bilder ganz oft aus der Nähe.

Software, die hinterher verwendet wird:

Ja, Pfänder benutzt auch ein Fotoprogramm, das für die Farbgebung, den Kontrast oder für die Wahl eines bestimmten Ausschnitts zum Einsatz kommt.

Tipps, die Hans Pfänder Fotointeressierten noch mit auf den Weg gibt:

Sie sollten, rät Pfänder, einfach beim Herumlaufen ein bisschen die Augen aufmachen und auch auf kleine Dinge schauen. Da gibt’s so Vieles, wo man einfach daran vorbeiläuft, wenn etwas blüht, zum Beispiel. Also einfach ein bisschen hinschauen.

Was außerdem Erwähnung verdient:

 Hans Pfänder, der den ‚Pfänder-Hof‘ bewirtschaftet, ist „Botschafter für den Landkreis Augsburg“ als Bio-Bauer.

Bildmaterial von Hans Pfänder zur Verfügung gestellt.